Kongress für globales Lernen und nachhaltige Entwicklung - 14.-17. November 2007 Dresden

Planspiel Info

//weltweithandeln – Riesen-Planspiel zur Globalisierung
Bedeutet freier Markt tatsächlich Wohlstand für alle? Diese Frage beschäftigt Schüler/innen bei den Verhandlungen über ein neues Freihandelsabkommen zwischen der EU und den afrikanischen Staaten im Planspiel //weltweithandeln. In Rollen von Politikern, afrikanischen Unternehmern oder auch Globalisierungskritikern werden sie aktuelle politische Diskussionen führen und als „global players für einen Tag“ die Geschicke der Welt lenken.

Hintergrund

Ende 2007 sollten so genannte Economic Partnership Agreements (EPAs) zwischen der EU und den AKP-Staaten, vornehmlich ehemalige Kolonien, an die Stelle des Lomé-Abkommens treten. Das Lomé-Abkommen regelte bislang den Handel zwischen den größtenteils afrikanischen Ländern und der EU. Die afrikanischen Staaten profitierten durch Lomé von Schutzzöllen und Ausnahmeregelungen, die mit den EPAs wegfallen sollten. Seit 2002 liefen daher kontroverse Gespräche, aber bis heute konnte keine einvernehmliche Lösung gefunden werden. Grund genug, das Thema zum Gegenstand eines Planspiels zu machen.

Inhalt

Zwischen der EU und den afrikanischen Staaten soll ein neues Freihandelsabkommen geschlossen werden. Schön für uns, denn solche Vereinbarungen sorgen dafür, dass die Regale in den Supermärkten voll sind mit Waren aus aller Welt. Die europäischen Politiker sind natürlich der Meinung, das sei eine hervorragende Chance, denn es bedeute mehr Wohlstand für Afrika. Einige afrikanische Staaten begrüßen das Abkommen, andere wiederum sind davon überhaupt nicht begeistert. In verschiedenen afrikanischen Ländern drohen bereits Streiks und Proteste und dann melden sich auch noch Globalisierungskritiker aus Europa zu Wort… Die Stimmung am Verhandlungstisch jedenfalls brodelt!
Wie geht es weiter? Werden sich die Verhandlungspartner einigen? Wird das Freihandelsabkommen zustande kommen? Und wie reagiert die Presse darauf?

Wer / Wie / Wo?

Die Materialien und die Anleitung zum Planspiel können gegen 5 Euro Schutzgebühr beim ENS bestellt werden. Das ENS stellt bei Bedarf erfahrene Teamer, die das Planspiel leiten und fachliche Hintergrundinfos zu den EPA-Verhandlungen in der Realität geben können. Dazu ist allerdings eine Beteiligung an Honorar- /Reisekosten notwendig.

In den Rollen von Verhandlungspartnern, Beobachtern, Produzenten, Kritikern oder auch Berichterstattern können Jugendliche so für einen Tag die Geschicke der Welt lenken und vieles über die Strukturen und Schwierigkeiten bei einer Problemlösung lernen, die für alle das Bestmögliche erreichen soll. Für einen flüssigen Ablauf des Spiels sind die geeigneten Räumlichkeiten nötig: mindestens ein größerer und zwei kleinere Räume. Gespielt werden kann in Schulen, Jugendzentren o.ä.

Zum Abschluss des Planspiels ist es wichtig, dass die Jugendlichen aus Ihrer Rolle heraustreten und über die “Spielereignisse” reflektieren. Nur so kann ein produktiver Effekt erzielt werden. Die ENS-Fachleute stehen auch dafür zur Verfügung oder geben Tipps und Hinweise.